Habari gani? - Njema!

„Wie geht’s?“ - „Gut!“ - mit dieser Grußformel auf Kiswahili beginnen in Tansania die Gespräche. Dort im südwestlichen Landesteil, nicht allzuweit von der Grenze zu Mozambique entfernt, liegt in den Umatengo-Bergen zwischen dem Njassasee (Malawisee) und und der Kreisstadt Mbinga in Maguu die Partnerschule des Hohenzollerngymnasiums, die „St.Luise Girls' High School – Shule ya Sekondari ya Wasichana“.

Es handelt sich dabei um eine weiterführende Schule für Mädchen. Sie steht in in kirchlicher Trägerschaft und wird von den Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) aus Untermarchtal geleitet, die in der Diözese Mbinga mehrere Niederlassungen haben und dort viele Sozialprojekte betreiben. Die Schwestern sehen als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in Afrika die Verbesserung der Bildung von Frauen und Mädchen, damit diese in der Gesellschaft mehr Würde und Ansehen bekommen.

St. Luise wurde als Haushaltungsschule gegründet und dann zur Sekundarschule erweitert (Klasse / form I - IV), inzwischen ist es eine Highschool und die Mädchen können dort nach zwei weiteren Jahren (Klasse / form V-VI) die Reifeprüfung für die Universität (Abitur) ablegen. Die Schülerinnen sind im Internat untergebracht. Viele kommen aus der näheren Umgebung, manche aber auch von weit her. Wie in allen Schulen Tansanias, auch den staatlichen, müssen die Schülerinnen Schulgeld bezahlen. Um sich dies leisten zu können, muss oft die ganze Familie zusammenhelfen. Vor allem ärmere Familien sind hierbei auf Unterstützung durch Spenden angewiesen. Die Einnahmen durch das Schulgeld reichen aber nicht zur Deckung der Kosten. Da die Schule keine staatlichen Zuschüsse erhält, werden diese von der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul getragen.

In St. Luise besuchen die Schülerinnen zunächst ein Einführungsjahr, in dem die englischen Sprachkenntnisse so weit gestärkt werden, dass sie der Unterrichtssprache Englisch folgen können. Nach vier Jahren können Sie dann einen Realschulabschluss, nach zwei weiteren Jahren das Abitur machen. Gleichzeitig will die Schule aber auch auf einen Beruf vorbereiten, so dass Hauswirtschaft immer noch eine wichtige Rolle im Lehrplan spielt. Dieser Bereich ist auch wichtig für die Versorgung der Schule (z.B. Gemüseproduktion im eigenen Garten)

Der Kontakt zwischen dem HZG und St.Luise besteht seit viele Jahren und wird hauptsächlich von der SMV getragen, die immer wieder Aktionen zugunsten unserer Partnerschule gestaltet, z.B. im Jahr 2014 im Rahmen der Projekttage zum Thema "Afrika".  Weitere zur Einbindung der Schule in die Missionsarbeit der Vinzentinerinnen findet man auf http://www.untermarchtal.de/index.php/bildung-der-frau.html.

 

Asante Sana – Danke für die Unterstützung!