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"Ich glaube nichts mehr"

Das Podium (v.l.): Prof Holger Morgenstern, Redakteurin Anna-Lena Buchmaier, Studienrat Tobias Berens, Sarah Maluck, Alexander Leitl und Gregory Ciesla. Foto: Hoffmann.

Bereits zum sechsten Mal fand der "Summertalk" des HZG, diesmal im Alten Schlachthof statt. Drei Gymnasiasten, Sarah Maluck, Alexander Leitl und Gregory Ciesla aus der KS1 diskutieren mit Experten über das Thema "Fake News" und "gefühlte Wahrheiten". Die Moderation übernahm Matthias Eisele von der Schwäbischen Zeitung, die ein Bildungspartner des HZG ist. Als Experten waren Professor Holger Morgenstern, Dekan der Fakultät für Informatik an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Anna-Lena Buchmaier, Kreisredakteurin der Schwäbischen Zeitung und Tobias Berens, Lehrer für Gemeinschafskunde am HZG eingeladen. In einem spannenden Einstieg zeigte Tobias Scheible von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, wie einfach es ist, "Fake News" auf der vermeintlich echten Website des HZG zu platzieren: Er gab kurzerhand den Schülern "schulfrei" - unterschrieben angeblich vom Schulleiter höchstpersönlich. Genauso leicht ist es, ganz bewusst falsche Nachrichten z.B. über WhatsApp, Twitter oder Facebook zu verbreiten. Wie geht man damit um? "Ich reagiere oft gar nicht mehr, ich glaube nichts mehr" meint Alexander Leitl und Sarah Maluck ergänzt: "Man fällt auf solche Infos doch schnell rein". Einen weiteren Aspekt erwähnt Gregory Ciesla: "Den Anbietern von Nachrichten geht es häufig ums Geschäft". Redakteurin Buchmaier betont dass seriöser Journalismus versucht, durch Quellenrecherche und klare Regeln die Qualität der Nachrichten abzusichern. Doch auch Zeitungen wollen (im Netz) gelesen werden und streben nach "Likes". Berens sieht einen gesellschaftlichen Trend darin, dass Nachrichten immer mehr auch Unterhaltung bieten sollen. Er sieht eine Lösung in Aufklärung und guter Bildung. Von der technischen Seite skizziert Morgenstern eine weitere Gefahr: Nachrichten werden durch die Technik zunehmend personalisiert, es entsteht eine "Informationsblase" in der man nur noch die Informationen bekommt, für die man sich nach Berechnungen des Systems besonders interessiert. Nicht einig waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde, ob Fake News eine Gefahr für die Demokratie darstellen, sicher ist aber, dass sich Demokratie verändert: Die modernen Medien ermöglichen es jedermann, eigene Meinungen zu positionieren und so an der Erzeugung einer politischen Stimmung mitzuwirken.

   

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